Geschichte der Speichermedien: Vom LC80 bis zum USB-Stick

„Computer der Zukunft werden nicht mehr als 1.5 Tonnen wiegen“. Dieses Zitat findet sich oft im Internet und wird dem technischen US-Magazin „Popular Mechanics“ für eine Ausgabe von 1949 zugeschrieben. Ob wahr oder nicht, es zeigt eindrucksvoll, wie stark der technische Fortschritt immer wieder unterschätzt wird und wie schnell die Entwicklung voranschreitet. Gerade im Bereich der Heimcomputer ist es stellenweise atemberaubend, wenn man sich die technischen Spezifikationen von Geräten aus den 1980er Jahren anschaut, wie dem LC80.

Der kleine Datenspeicher des LC80

Der Lerncomputer 80 wurde ab 1984 in der DDR produziert und war vorrangig für den Einsatz an Schulen vorgesehen. Für Privatleute lohnte sich das Gerät nicht, da der Preis angesichts der Komponenten recht hoch war. Zudem konnte nur das sechsstellige LED-Feld angesteuert werden, einen echten Bildschirm gab es nicht. Für mehr als kleine Fingerübungen für Informatikschüler reichte das gute Stück nicht. Lustig wird es, wenn wir uns den Speicher des LC80 anschauen. Ganze 2 Kilobyte waren es. Selbst der (wenn auch teurere) Lerncomputerkonkurrent KC 85/2-4 hatte hinterher mit 16 Kilobyte einen achtmal so großen Speicher. Heute lachen wir über solche Speichermengen, schließlich wären 1000 Kilobyte erst 1 (!) Megabyte.

USB-Speicher nähern sich mobilen Festplatten

In 2011 werden Sie nur wenige Rechner finden, die sich mit Festplatten unter einem Terrabyte zufrieden geben. Was wiederum 1000 Gigabyte sind, was 1 000 000 Megabyte sind, was 1 000 000 000 Kilobyte entspricht. Dabei sind es gerade einmal 30 Jahre und es dürfte damals wohl keiner vermutet haben, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit sich alles entwickelt. USB-Sticks in Schlüsselform sind heute keine Seltenheit mehr und können mit Speicherkapazitäten von 4 GB aufwarte – und das für gut 15 – 20 Euro. Wenn Sie Blu-Ray Rohlinge online kaufen, haben Sie auch Speicherkapazitäten von 25 – 50 GB, bei der Größe einer klassischen CD. Die neuesten USB-Sticks gehen sogar immer weiter in Richtung ultramobile Festplatte. Datenspezialist Kingston hat einen USB-Stick mit 256 GB Speicher im Sortiment. Auf den 300 Euro teuren Stick lassen sich eine beachtliche Anzahl an Filmaufnahmen archivieren und im Miniformat transportieren.